August 2020
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Was verbirgt sich unter der Abkürzung IVF?

Heute haben bis zu 20% der Paare Probleme mit der Erfüllung des Kinderwunsches. Viele Faktoren wie das Alter, physiologische Probleme, übermäßiger Stress oder eine ungesunde Lebensweise können dies verursachen. Wenn eine Frau auch nach einem Jahr des Versuchs nicht schwanger werden kann, ist es angebracht, einen Besuch in einem IVF-Zentrum in Betracht zu ziehen. Was genau bedeutet die Abkürzung IVF und was erwartet Sie in der Klinik?

Was bedeutet IVF?

Diese drei Buchstaben bezeichnen den Begriff In-vitro-Fertilisation. Übersetzt bedeutet dies die Befruchtung im Glas, d. h. außerhalb des Körpers, und dies stellt eine der Methoden der assistierten Reproduktionsmedizin dar. Für eine bessere Vorstellung oder auch in Laiensprache ausgedrückt gibt es den Begriff das „Baby aus einem Reagenzglas“. In der Vergangenheit haben Sie sicherlich schon davon gehört. Diese Methode ist sehr viel umfassender als dieser Begriff. Es handelt sich um einen sehr intimen und persönlichen Prozess, der für ein Paar psychisch anstrengend sein kann. Von Vorteil ist zu wissen, worauf man sich zumindest ein wenig im Voraus vorbereiten muss.

Erfolg der IVF-Methode

Je früher sich ein Paar zur Handlung entscheidet, desto größer sind die Erfolgschancen. Das Alter der Frau, d. h. das Alter der Eizellen, spielt hier eine bedeutende Rolle. Bei einem Alter unter 35 Jahren liegt die Erfolgsquote der IVF-Methode unter 20%, zwischen 35 und 39 Jahren unter 14% und über 40 Jahren nur bei 4%. Wenn eine Frau erst in späteren Jahren schwanger werden möchte, ist es ratsam, sich für die Methode des Einfrierens von Eizellen zu interessieren und die Eizellen einfrieren zu lassen. Später müssen die Eizellen möglicherweise nicht ausreichend fruchtbar sein.

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Der Verlauf der IVF-Methode

Der erste und entscheidende Schritt ist, dass beide Partner einig sind, dass sie die Hilfe eines Experten aufsuchen. Es ist keine leichte Angelegenheit und diese Entscheidung sollte gemeinsam aufgrund der Kommunikation und gegenseitiger Unterstützung erfolgen. Sobald man sich einig ist, erfolgt die Kontaktaufnahme mit der Klinik über das Kontaktformular und die Vereinbarung des ersten Besuchs. Dies findet in der Regel als beratendes Gespräch statt. Man lernt sich gegenseitig kennen und es wird eine Empfehlung für das geeigneten Verfahren ausgesprochen. Das Paar wird viele neue Informationen erhalten. Anschließend sollte man sich Zeit nehmen, um alles zu verarbeiten. Von der Klinik können Sie Unterstützung und die Möglichkeit erwarten, sich bei allen Fragen an sie wenden zu können. Sobald Sie sich für die IVF-Methode entschieden haben, kann das gesamte Verfahren beginnen.

Sowohl der Mann als die Frau müssen sich zu Beginn verschiedenen Untersuchungen unterziehen. Bei Frauen handelt es sich normalerweise um eine hormonelle Untersuchung, bei der Menstruations- oder Ovulationsstörungen festgestellt werden können. Die zweite wichtige Untersuchung betrifft die Eierstöcke und die Gebärmutter, die mittels Ultraschalles durchgeführt werden. Sie können sich auch genetische oder immunologische Untersuchungen unterziehen, dies hängt jedoch von der spezifischen Absprache mit dem Arzt ab. Der Mann macht ein sogenanntes Spermiogramm. Das Sperma wird unter einem Mikroskop detailliert untersucht. Die Untersuchung bezieht sich auf das Aussehen, die Anzahl und die Beweglichkeit der Spermien. Weiter kann auch eine Untersuchung der Hoden, Prostata oder eine genetische Untersuchung erfolgen, wie bei der Frau sind diese Untersuchungen nach der Abstimmung und Empfehlung durch den Arzt zu absolvieren.

Der nächste Schritt ist die Stimulation der Eierstöcke und die Entnahme der Eizellen. Normalerweise werden mehrere reife Eier benötigt, daher werden Hormone zur Stimulation verwendet, die mit einer dünnen Nadel angewendet werden. Es gibt keinen Grund zur Sorge, die Nadeln sind klein, dünn und die Krankenschwestern werden Ihnen alles in der Klinik erläutern. Während der hormonellen Stimulation muss die Frau die Ultraschalluntersuchung in der Klinik besuchen. Hier wird überwacht, ob die Eizellen zur Entnahme bereit sind. Die anschließende Entnahme der Eizellen erfolgt unter Vollnarkose, und auch die Follikelflüssigkeit wird zusammen mit ihnen entnommen, um sie zu schützen.

Dann wird eine Spermaentnahme durchgeführt. Die Spermaentnahme erfolgt in der Regel am selben Tag, wie die In-vitro-Fertilisation. Der Mann erhält in der Klinik ein Behältnis und führt die Spermaentnahme über den Weg der Selbstbefriedigung durch.

Nach der Entnahme werden die weiblichen Eizellen im Labor mit männlichen Spermien befruchtet und überwacht. Normalerweise werden 1-2 Embryonen während eines Zyklus entnommen. Die vorbereiteten Embryonen werden dann unter kontrolliert in die Gebärmutter eingeführt. Dieser Vorgang wird als Embryotransfer bezeichnet und dies dauert 10 Minuten und ist völlig schmerzfrei.

Dann benötigt es Zeit, Geduld und Vertrauen in den Erfolg. Ein Erfolg beim ersten Versuch ist nicht immer gegeben, aber das gibt keinen Anlass zur Sorge. Es ist keine Ausnahme, dass der zweite, dritte Versuch erfolgreich ist. Daran zu glauben und nicht aufzugeben ist sehr wichtig. Die Ärzte der GYNEM-Klinik werden ihr Möglichstes tun, um ihre Mission, den Kinderwunsch, zu erfüllen.