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Nach mehreren IVF-Behandlungen. Die Hoffnung nicht aufgeben – eine neue Zukunft gestalten.

Nach einigen erfolglosen IVF-Behandlungen fühlen sich viele Frauen und Paare entmutigt. Das ist verständlich. Oft war die IVF-Behandlung die letzte Hoffnung, doch noch eine Familie gründen zu können. Dass Sie sich dabei erschöpft, vielleicht sogar um das erhoffte Baby betrogen fühlen, ist einfach nachvollziehbar. Eine stille Trauer und die oft quälende Frage: Wie soll es nun weitergehen – soll es denn weitergehen, und was, wenn ein weiterer Versuch wieder erfolglos verläuft? 

 

Erkennen Sie Ihre Emotionen und geben Sie ihnen den Raum, den Sie verdienen

Um den nächsten Schritt ins Auge zu fassen, ist es wichtig, sich Ihre Gefühle ehrlich und ohne Vorwürfe einzugestehen. Trauer, Wut, Scham, sogar das Gefühl, von Ihrem Körper im Stich gelassen worden zu sein, dass Sie nicht genug sind oder Dinge anders machen sollten, sind normal. Wenn es um Gefühle geht, gibt es kein Richtig oder Falsch. Ausschließlich wichtig ist, dass Sie Ihre Gefühle erkennen, ohne sie zu unterdrücken.

Oft hilft es, mit einer Freundin darüber zu reden, die vielleicht die gleiche Erfahrung wie Sie gemacht hat, oder mit einem Partner. Wenn Ihnen das alles nicht zur Verfügung steht, kann ein Tagebuch sehr hilfreich sein. Dieses Tagebuch ist nur für Sie. Niemand anderer muss es lesen. – Dass Papier geduldig ist, trifft hier zu.
Selbstmitgefühl spielt dabei eine große Rolle: Seien Sie so freundlich und geduldig mit sich selbst, wie Sie es mit einer guten Freundin wären, die denselben schweren Weg geht.

 

 

Was Sie aus bisherigen Zyklen lernen konnten

Während Sie auf eine neue IVF-Behandlung warten oder Ihren nächsten Schritt abwägen, können Sie auf vergangene Zyklen zurückblicken, um wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Ihr Körper ist eine wahre Enzyklopädie:

  • Wie haben Sie auf die Eizellstimulation reagiert?
  • Wie war die Embryonenqualität?
  • Wie war die Gebärmutterschleimhaut oder 
  • Der Zeitpunkt des Transfers?

Sollten Ihnen dabei Bedenken auffallen, so können Sie diese mit Ihrem Arzt besprechen. Einerseits können Sie damit diese Besorgnis klarer verarbeiten, andererseits können sie zu Einsichten führen, die Ihre nächste IVF-Behandlung anders gestalten. Das Protokoll lässt sich leicht anpassen, und weitere unterstützende Maßnahmen können entwickelt werden. – Allein das Wissen, nicht noch einmal dasselbe zu wiederholen, kann Ihnen neue Kraft und Orientierung geben. 

 

Praktische und emotionale Strategien: 

Es kann hilfreich sein, vor der nächsten IVF-Behandlung erst mal einen Schritt zurückzutreten, um die nächste Entscheidung klar zu planen. Vielleicht brauchen Sie nicht nur eine emotionale Pause. – Es kann durchaus Ihr Körper sein, der sich nach einer Pause sehnt. 

Eine bewusste Pause, vielleicht ein kurzer Urlaub, um vom Alltag wegzukommen, kann Wunder wirken, Kraft spenden und eine gewisse Leichtigkeit in Ihr Leben zurückbringen. 

Ausreichender Schlaf und eine gute Ernährung, die Ihrem Körper alles geben, um ihn auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten, ermöglichen es Ihnen, Ihrer Behandlung nicht „hilflos“ gegenüberzustehen. Vielleicht aber wollen Sie diese Pause auch für eine professionelle psychologische Unterstützung nutzen, um sich geistig und emotional so gut wie möglich zu fühlen. 

In unserer Klinik GYNEM bieten wir Ihnen eine professionelle und psychologische Begleitung in dieser Phase. Wir lassen Sie nicht in „Limbo“. Wir treffen Sie dort, wo Sie uns brauchen.

 

Unter dem Strich

Der Weg nach mehreren IVF-Behandlungen ist nicht immer klar erkennbar. Eine Pause machen und alles mit etwas Abstand einmal zu überdenken kann genau das sein, was Sie und Ihr Partner in diesem Moment brauchen. Eine ehrliche “Bestandsaufnahme“, eine gute medizinische Betreuung und Mitgefühl für sich selbst können Ihre Widerstandsfähigkeit erheblich stärken.
Wir nehmen uns Zeit für Sie, Ihre bisherige Geschichte, Ihre Fragen und Ihre individuellen Bedürfnisse. 

Sie haben bereits so viel Mut und Ausdauer gezeigt. Sie haben jeden Grund, stolz auf sich zu sein.